Page Officielle FacebookChaine Officielle YoutubeCompte Officiel Instagram
FrançaisEnglishTürk中国
Le Château Du Bois : botanicals

Das Blaue Gold der Provence

Echter Lavendel aus der Hoch-Provence ist eine sehr alte Pflanze und der einzige Lavendel, der die medizinischen Vorteile hat, wie sein botanischer Name „Lavandula Officinalis“ schon sagt.

Man findet ihn auch unter dem Namen „Lavandula Angustifolia“, welcher auf seine kleinen und schmalen Blätter deutet, oder „Lavandula Vera“, bedeutet der wahre, einzigartige Lavendel. Die Menschen in der Provence nennen ihn gerne „den Feinen“, indem sie sich auf die Feinheit seines Duftes beziehen. Die Erzeuger nennen ihn „Population Lavendel“, da die Blüten die Charaktereigenschaften ihrer Samen weiter tragen. Dies garantiert seine Eigenartigkeit, jede Pflanze ist anders. Saatgut-Zucht bildet natürliche Populationen, die wiederum die genetische Vielfalt garantieren. Diese verschiedenartige Gruppe, „Population“ genannt, schafft einen himmlischen Duft und Wohlbefinden. Hybriden, Lavendin genannt, und Lavendel Klone können dies nicht vermitteln. Um diese Arten zu unterscheiden, ähnlich wie „Grand Cru“ beim Wein, ist echter Lavendel durch das Zertifikat AOP (Appellation d’origine protégée- geprüfte und geschützte Herkunftsbezeichnung) geschützt.

Was ist der Unterschied der Lavendelarten?

Lavanda angustifolia

Echter Lavendel

Lateinische Namen: lavandula vera, lavandula officinalis, oder lavandula angustifolia

Namen in der Provence: feiner Lavendel, wahrer Lavendel, Lavendel von den Alpen

Der Name „officinalis“ beweist das frühe Interesse der Apotheker in die Heilwirkung der Pflanze, „angustifolia“ bezieht sich auf das Aussehen der kleinen, schlanken Blätter.

Echter Lavendel wächst in kalten Regionen in einer Höhe zwischen 800 und 1500 Metern. Er blüht von Mitte Juli bis Ende August, je nach Höhe und Wetter.

Wie Speik-Lavendel zieht man ihn aus Samen. Jedes Lavendelbüschel ist aus einem Samen gewachsen und ist genetisch unterschiedlich von allen anderen. Daher sehen wir auch die Unterschiede in jeder Pflanze: die Blütenfarben von leichtem rosa bis zu intensivem lila, manchmal sogar pink oder weiß. Diese Vielfalt nennt man „Population“ Lavendel.

Der echte Lavendel wurde seit Urzeiten vielfältig verwendet. Heutzutage wird er hauptsächlich in Düften und in der Medizin verwendet. In feinen Duftstoffen wird der echte Lavendel mit seinen endlosen Nuancen in reichhaltigen Essenzen verwendet.

Die Zukunft des echten Lavendels ist die Aromatherapie. Diese ganzheitliche Methode in der Medizin bietet ihren Patienten 100% reine und natürliche ätherische Öle. Es ist sehr wichtig, den Verbrauchern den Unterschied der verschiedenen Lavendelsorten zu erklären.

Der echte, feine Lavendel hat einen vollen, sehr feinen und ausgewogenen Duft, so wie sein Name schon sagt.

Der geklonte Lavendel, oft in Raumdüften verwendet, hat einen weniger feinen und nicht so ausgeglichenen Duft.

Der echte, feine Lavendel kommt selten vor und hat einen geringen Ertrag: für 1- 1,1 Liter ätherische Öle benötigt man im Durchschnitt 150kg Blüten. Das ergibt eine Dichte von 0,88. Sein Ertrag pro Hektar liegt bei ca. 15 – 20 kg ätherischer Öle.

Wir pflanzen 17.000 Lavendelpflanzen pro Hektar. Diese Pflanzen leben im Schnitt 12 Jahre und bringen 8-10 Jahre Ertrag. Bei der Größe vom Gutsbesitz von „Le Château du Bois“ werden jedes Jahr 6 – 10 Hektar neu angepflanzt.

 

Hier sind einige Vorzüge von echtem, feinem Lavendel:

Bereits die Römer haben ihr Badewasser und ihre Wäsche mit echtem Lavendel parfümiert.

Von unseren Großmüttern wurde Lavendel als „Garde-Robe“ (bewacht die Kleidung) benannt. Er schützt vor Motten im Kleiderschrank.

Er wird auch das „Schweizer Messer“ der Aromatherapie genannt. Seit der Zeit von Dioscorides „Materia Medica“ im ersten Jahrhundert bis zu René-Maurice Gattefossé, der die Aromatherapie im Jahre 1928 erfunden hat, war Lavendel für seine medizinischen Eigenschaften bekannt und angewandt.

Der echte Lavendel wird als 100% reines, natürliches ätherisches Öl zum Behandeln und Lindern der folgenden Beschwerden verwendet:

Schlaflosigkeit (2-3 Tropfen auf das Kopfkissen)

Nervosität (Raumspray)

Kopfweh (Schläfen mit reinem Öl massieren)

Stress (5-6 Tropfen ins Badewasser)

Lavendelöl hat die folgenden beruhigenden Wirkungen:

Wunden und Verbrennungen (1-2 Tropfen)

Trockene Haut/ Ekzema (2-3 Tropfen mit einem Wattepad betupfen)

Druckstellen, Sonnenbrand, Insektenstiche.

Lavendel ist auch ein Desinfektionsmittel und heilt Wunden:

Erkältungen und Nebenhöhlenentzündungen (ein oder zwei Tropfen inhalieren)

Lavendel bekämpft Infektionen:

Halsweh (1-2 Tropfen auf einen Zuckerwürfel oder mit einem Löffel Honig einnehmen)

Krämpfe und Rheumatismus (ein paar Tropfen einreiben).

 

Lavanda latifolia

Speiklavendel

Lateinische Namen: lavandula spica, lavandula latifolia 

Sein botanischer Name „latifolia“ bedeutet „breitblättrig“, man bezeichnet ihn  auch als „männlicher“ oder „hochwachsender“ Lavendel.

Speiklavendel mit seinen breiten, samtenen Blättern unterscheidet man vom echten Lavendel durch seine Höhe und langen Blütenstängel, die zumeist mehrere Zweige haben. Er wächst in heißem, trockenem Klima mit kalkhaltigem Boden. Speiklavendel wächst naturgemäß im ganzen südlichen Frankreich, insbesondere in der Region um Montpellier. Er wird in Frankreich nicht mehr kultiviert, Spanien ist jedoch ein wichtiger Erzeuger dessen. Er blüht von Mai bis August mit einer lila-blauen Blüte, die einen starken Kampfergeruch hat.

Speiklavendelessenz wird häufig mit Verdünnung von Farben und Nagellackschnelltrocknern in Verbindung gebracht. Er wird nur wenig in der Aromatherapie verwendet, da die Zusammensetzung seiner ätherischen Öle stark von Anbaugebiet zu Anbaugebiet variiert.

  

 

Lavandin

Lavandin

Lateinische Namen: lavandula hybrida, lavandula x intermedia (Kreuzung aus echtem Lavendel und Speiklavendel)

Vor langer Zeit haben die Menschen beim Ernten des wilden, echten Lavendels bemerkt, dass manche Pflanzen mehr wuchsen als andere. Sie nannten ihn „großen Lavendel“, „hohen Lavendel“ oder „Hybridlavendel“. Sie bezogen sich damit auf Lavandin, eine natürliche Hybride, die echten Lavendel mit Speiklavendel durch Bestäubung, vor allem durch Bienen, kreuzte. Dieses wurde im Jahre 1927 durch das Labor Chiris in Grasse, Südfrankreich, bestätigt. Es gibt viele Sorten Lavandin, manche sind dem echten Lavendel ähnlich, andere dem Speiklavendel.

Generell sind Lavandinpflanzen üppiger als der echte Lavendel. Sie sind erstaunlich robust und haben die Fähigkeit, sich an unterschiedliche Klimata und Bodenbeschaffenheiten anzupassen. Sie produzieren eine viel größere Menge an ätherischen Ölen als der echte Lavendel: 150 kg pro Hektar, 8- bis 10-mal mehr als beim echten Lavendel.

Wie alle Hybriden ist auch die Lavandinpflanze steril. Sie wird durch Stecklinge vermehrt. Das bedeutet, dass die neuen Pflanzen aus den Stecklingen identisch wie die Mutterpflanze, also Klone sind; ganz anders als beim echten Lavendel, wo jede Pflanze einzigartig ist.

Im Jahre 1930 wurde die Technik der Stecklingspflanzung entwickelt, um ein schnelles Wachstum der Lavandinernte zu erwirken. Sämtliche heute existierenden Lavandinfelder bestehen aus Stecklingen von geklonten Pflanzen. Dies erklärt das gleichmäßige Aussehen der Lavandinfelder im Gegensatz zu den unregelmäßigen Echtlavendelfeldern.

Es wurde bei Lavandin eine große Auswahl getroffen, dadurch enstanden unter anderem die Pflanzen  „Grosso“, „Abrial“ und „Super“.

Die Qualität der Essenzen aus Lavandin ist weit geringer als die vom Öl des echten Lavendels, jedoch sind diese auch sehr viel günstiger. Lavandin wird in der ganzen Welt in großen Mengen produziert. Lavandinöl wird vor allem in parfümierten Waschmitteln und Raumdeosprays verwendet. In Frankreich wächst Lavandin von der Ardèche bis zum Gebiet Alpen-Mittelmeer. Die größten Felder findet man auf dem Hochplateau von Valensole (die Gorge de Verdon) und in den Regionen von Drôme und Gard. Ansonsten findet man Lavandin auf allen Kontinenten: in Kanada, USA, Brasilien, Groß Britannien, Australien, Neuseeland, China, der Ukaraine, Bulgarien, Kroatien…Leider werden Lavandinölflaschen häufig gesetzeswidrig als „Lavendel“ anstelle von „Lavandin“ markiert.

Der maritime Lavendel (Schopflavendel)

Lateinischer Name: lavandula stoechas

Manchmal wird er auch Schmetterlingslavendel, gekappter Lavendel, oder Hyères Insel-Lavendel genannt. Lavandula stoechas ist eine üppig blühende Lavendelart. Sie trägt die größten Blüten aller Sorten.

Der Schmetterlingslavendel, obwohl häufig vorkommend, ist speziell die Untergattung Lavandula Stoechas Pedunculata. Er kommt aus dem Mittelmeerraum, vorwiegend aus Spanien und Portugal. Er wächst besonders gut in trockenem Klima und mag keine großen Mengen an Niederschlag. Charateristisch sind seine kompakten Büschel und Zweige; er ist etwas weniger rustikal als Lavandula Officinalis, Bedecken im Winter schützt ihn gut. Seine üppige Blütenpracht, der Honigpflanzencharakter und sein Duft ziehen Bienen und Pollenträger an. Die Blüten sehen einzigartig aus: am oberen Ende der Rispe findet sich ein haarschopfähnlicher großer Blütenausdruck. Durch dieses Aussehen hat er auch seinen Namen Schmetterlingslavendel. Diese attraktive Pflanze, die von April bis Juni blüht, wird häufig in Gärten, Blumenrabatten und Steingärten gepflanzt. In Frankreich findet man sie häufig an trockenen, kieselhaltigen Hängen der Mittel-provence, des Languedoc, von Roussillon, auf Korsika und im gesamten Mittelmeergebiet.

Lavendelfelder